Corona-Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern

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Als Sozialverband Deutschland (SoVD) unterstützen wir die Initiative von Bundesfinanzminister Olaf Scholz mit breiter Zustimmung aus der Großen Koalition zur Verlängerung des Corona Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate. Bei den Verhandlungen im Koalitionsausschuss am 25. August 2020 kommt es darauf an, dass die Kurzarbeitsperioden zukunftsorientiert gestaltet werden.

Bisher wird das erleichterte Corona-Kurzarbeitergeld für 12 Monate und in Ausnahmefällen für 21 Monate gezahlt. Zudem erfolgt nach 7 Monaten eine Erhöhung von 60/67 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens auf bis zu 80/87 Prozent.

Zwar ist nach dem Höhepunkt im März/April von über 12 Millionen Anträgen auf Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) eine erhebliche Entspannung erfolgt. Die erneut steigenden Corona-Infektionszahlen sind allerdings ein dringendes Alarmzeichen im Kampf gegen die Pandemie. Zudem sind wir als SoVD besonders gefordert, uns für die soziale Ausgewogenheit bei der Bewältigung der wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Corona-Krise einzusetzen.

Hierbei kann die Verlängerung der erleichterten Corona-Kurzarbeit auf 24 Monate einen wesentlichen Beitrag leisten. Damit wird gerade bei der Unsicherheit über die Entwicklung der Pandemie für Arbeitnehmer und Unternehmen eine wichtige Voraussetzung zur Fortsetzung von Millionen Arbeitsverhältnissen gegeben

  • Die Betriebe sind gefordert, die Zeit der Kurzarbeit für die erforderlichen Strukturanpassungen zu nutzen, insbesondere bei Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umwelt und Digitalisierung, Vereinbarkeit und Beruf/ Familie sowie vor allem auch Qualifizierung ihrer Belegschaften.
  • Für die betroffenen Arbeitnehmer/innen ist entscheidend, dass Ihnen ausreichende Unterstützung bei der Arbeit zu Hause sowie den notwendigen hygienischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Arbeit im Betrieb ermöglicht wird.
  • Dringende Voraussetzung ist der finanzielle Ausgleich des Einkommensausfalls sowohl bei Kurzarbeit und noch mehr bei Arbeitslosigkeit. Dies sind   unabdingbare Voraussetzungen für ein gesundheitsgerechtes Leben und gleichzeitig für Konsum und Binnenkonjunktur.

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