Ein Land – Zwei Welten

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In wenigen Tagen ist es ein Vierteljahrhundert her, dass die unmenschliche Mauer zwischen Deutschland Ost und West fiel. Damals hatten viele Menschen in den alten Bundesländern und auch ich nicht damit gerechnet, dass dies so schnell erfolgen würde. Schließlich hatte sich das Regime der ehemaligen DDR lange Zeit gegen die Öffnung zum Westen gesperrt, auch als bereits die vormaligen kommunistischen Regierungen in verschiedenen anderen Ländern Mittel- und Osteuropas bereits aufgegeben hatten. Vielmehr wurden die Menschen auch weiterhin mit brutaler Gewalt an dem Übergang in den Westen Berlins und Deutschlands gehindert.

Als im Mai 1990 erstmalig gewählte Stellvertretende Vorsitzende des DGB war ich nach dem Fall der Mauer von Anfang an dabei. Ich kann mich noch gut entsinnen, wie ich mit einem großen transportablen Telefon kurz danach über Berlin Ost, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Magdeburg, Erfurt über Kassel nach Düsseldorf fuhr, um mir einen ersten Eindruck von den gewaltigen Aufgaben zu erhalten. Für Sozialpolitik, Sozialversicherung, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsrecht und Frauenpolitik zuständig lagen gewaltige Aufgaben vor uns. Begonnen haben wir mit dem Aufbau von Rechtsschutzbüros im Arbeits- und Sozialrecht; dann erfolgte der Aufbau von Arbeitsämtern sowie die Errichtung der Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung für die Menschen in den Neuen Bundesländern. Das nachfolgende Interview von Zeitpunkt online gibt einen Einblick in die Entwicklung der Gewerkschaftspolitik seit dem 9. Mai 1989.

>>> Interview

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