FDP: Flexible Rente mit 60 – ein Danaergeschenk

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Wenn die FDP jetzt lauthals die Rente mit 60 propagiert, kann dies leicht zu einem Bumerang für die älteren Menschen werden. Ihre Rentenleistungen würden durch hohe Abschläge um bis zu einem Viertel reduziert und dies bis zum Ende des Lebens. Die Altersarmut würde weiter steigen.

Wenn die FDP jetzt lauthals die Rente mit 60 propagiert, kann dies leicht zu einem Bumerang für die älteren Menschen werden. Ihre Rentenleistungen würden durch hohe Abschläge um bis zu einem Viertel reduziert und dies bis zum Ende des Lebens. Die Altersarmut würde weiter steigen.

Eine flexiblere Regelung des Rentenzugangsalters durch eine Kombination von Altersteilzeit und Teilrente ist für viele ältere Arbeitnehmer hilfreich. Untersuchungen und Erfahrungen zeigen deutlich, dass nur noch wenige Menschen überhaupt aus arbeitsmarktlichen und gesundheitlichen Gründen in der Lage sind, über das 60. Lebensjahr hinaus zu arbeiten. Dazu müssen vor allem die Regelungen zur Teilrente in der gesetzlichen Alterssicherung erheblich flexibler gestaltet werden. Zudem müssen Wege gefunden werden, Altersteilzeit nicht nur für die Arbeitnehmer in großen Konzernen, sondern auch in kleineren Betrieben zu ermöglichen.

Gerade bei dem zu erwartenden Anstieg der Arbeitslosigkeit in der noch keinesfalls bewältigten Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Fortführung der Altersteilzeit sowie ihre Ausdehnung auf kleinere Betriebe ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der Generationenbrücke-d.h. die Förderung der Beschäftigung Jüngerer sowie die Übernahme Ausgebildeter einerseits und andererseits die Möglichkeit der Älteren ohne den unwürdigen Zwischenstopp in Hartz IV oder Erwerbsminderung in die Altersteilzeit und dann in die Altersrente zu gehen. Dazu muss die finanzielle Förderung der Altersteilzeit, die 2009 auslaufen soll, zunächst erhalten bleiben.

Der “Knackpunkt” bleibt jedoch: unter welchen finanziellen Bedingungen die flexible Rente mit 60 a la FDP  erfolgen soll. Bleibt die gesetzliche Regelung der Erhöhung des Rentenzugangsalters von 65 auf 67 ab 2012  bestehen, werden die Abschläge bei der gesetzlichen Altersrente ab 60 immer größer. Bereits jetzt würden sie 18 Prozent betragen. Was dies bei einer Durchschnittsrente für Männer von etwa 1000 Euro und nur der Hälfte für Frauen bedeutet, wenn die Abschläge dann stufenweise  bis auf 25 Prozent steigen, kann sich jeder ausrechnen. Dass die FDP dies mit ihrem Vorstoß der flexiblen Altersrente ab 60 durchaus einkalkuliert, zeigt ihr Vorschlag, die Hinzuverdienst grenzen für Rentner abzuschaffen. Fragt sich nur, wo denn über 6o- jährige Menschen überhaupt noch eine menschenwürdige Arbeit finden sollen, die sie auch gesundheitlich leisten können.

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