Sorge um die Entsolidarisierung in der Corona-Gesellschaft

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Mit großer Bereitschaft aller gesellschaftlicher Kräfte in Staat und Wirtschaft wurde für inzwischen über 10 Millionen Beschäftigte das Corona Kurzarbeitergeld eingeführt und aufgestockt. Damit kann auch bei den gravierenden Wirtschaftseinbrüchen Arbeitslosigkeit verhindert und Beschäftigung erhalten bleiben. Dies ist das gemeinsame Interesse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Inzwischen scheint diese solidarische Front allerdings zu bröckeln. Gerade von Seiten der Wirtschaft werden Forderungen laut, die Rentenerhöhung zum 1. Juli 2020 auf die Hälfte zu reduzieren. Angeblich dürfte den Rentnern nicht mehr zugestanden werden als den vielen Arbeitnehmern, die durch Kurzarbeit Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Dabei wird völlig ausgeblendet, dass immer mehr Rentner an der Grenze der Altersarmut leben müssen. Zudem werden sie sowieso 2021 kurzarbeitsbedingte Abstriche bei den Renten machen müssen. Bereits zuvor kamen aus der Politik Forderungen nach Aufschub und Verschlechterung der Grundrente. Beides wären fatale Entwicklungen des Missbrauchs von Corona zur sozialen Entsolidarisierung. Das Gegenteil ist und bleibt erforderlich.

 

 

>>> Hier der Text meines Audiobeitrags

 

 

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