175. Jubiläum der Luisenschule in Düsseldorf am 9. November 2012 in der Tonhalle

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Am 9. November beging die Luisenschule in Düsseldorf ihr 175 jähriges Jubiläum mit einem Festakt in der Tonhalle. Als ehemalige Schülerin (1952-1961)  des damals einzigen humanistischen Mädchengymnasiums in Düsseldorf habe ich gerne an diesem Jubiläum teilgenommen. Insgesamt nahmen an diesem großartigen Festakt etwa 1800 Gäste, Lehrer, Schüler und deren Familien teil.

Zum 150-Jährigen Jubiläum der Luisenschule 1987 konnte ich in einer Rede als Ehemalige und zum damaligen Zeitpunkt Vizepräsidentin der Bundesanstalt für Arbeit  einen Rückblick auf die neunjährige Schulzeit geben. Beim jetzigen „175-Jährigen“ standen die Darbietungen der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. In eindrucksvollen Beiträgen mit den jeweiligen Epochen angemessenen Kostümen, Worten und Musik wurde die Geschichte dieses Gymnasiums dargestellt. Den Rahmen spielte Wilhelmine, Prinzessin von Preußen: An ihrem Geburtstag -30.Oktober 1837- hatten evangelische Familienväter diese Schule gegründet, da sie für ihre Töchter eine weiterführende Bildung ermöglichen wollten. Prinzessin Luise hatte damals das Protektorat für die junge Schule übernommen.

Für die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus 1933 bis 1945 wurde in einem bewegenden Film ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin und langjährigen Lehrerin gezeigt. Darin sprach sie über ihre Zeichenlehrerin, die -wie sie erst viel später erfahren hat- während dieser Zeit unter Einsatz ihres Lebens eine ihr fremde jüdische Bürgerin aufnahm und ihr das Überleben ermöglichte.

Ursprünglich eine reine Mädchenschule gilt inzwischen auch in der Luisenschule die Koedukation. Außerdem hat sie sich in besonderem Maße der internationalen Ausrichtung verpflichtet. Die etwa 750 Schüler kommen aus 52 Nationen und können ein deutsch-französisches Abitur machen. Die Luisenschule ist daher auch UNESCO-Schule.

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