Leuphana Universität: Startwoche 2011 – Gesundheit!

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Als Mitglied der Jury habe ich am 14. Oktober an der Auswahl und Prämierung des besten Gesundheitskonzepts im Rahmen der „Startwoche – Gesundheit“ für 1800 Erstsemester im Bachelor Studium an der Leuphana Universität Lüneburg teilgenommen. Als „Startschuss“ gab dieses komplexe Fallbeispiel zur Entwicklung eines nachhaltigen Gesundheitskonzepts für die Studenten einen hervorragenden Einblick in die Vielfältigkeit der Realität gesellschaftlicher Themenbereiche und politischer Entscheidungsfindung. Die Studenten wurden an die Notwendigkeit einer multidisziplinären Arbeit in ihrem weiteren Studium herangeführt.

Als Mitglied der Jury habe ich am 14. Oktober an der Auswahl und Prämierung des besten Gesundheitskonzepts im Rahmen der „Startwoche – Gesundheit“ für 1800 Erstsemester im Bachelor Studium an der Leuphana Universität Lüneburg teilgenommen. Als „Startschuss“ gab dieses komplexe Fallbeispiel zur Entwicklung eines nachhaltigen Gesundheitskonzepts für die Studenten einen hervorragenden Einblick in die Vielfältigkeit der Realität gesellschaftlicher Themenbereiche und politischer Entscheidungsfindung. Die Studenten wurden an die Notwendigkeit einer multidisziplinären Arbeit in ihrem weiteren Studium herangeführt.

 l. v. m. Preisträger Roman Kalex, Holm Keller (Vizepräsident der Leuphana ), r. v. m. Peter Clever (Hauptgeschäftsführer der BDA);
l. v. m. Preisträger Roman Kalex, Holm Keller (Vizepräsident der Leuphana ), r. v. m. Peter Clever (Hauptgeschäftsführer der BDA);

Beeindruckend war die Organisation eines derart komplexen Fallbeispiels innerhalb weniger Tage (6. – 14.Oktober) durch den „Spiritus Rector“, Vizepräsident Holm Keller und sein beeindruckendes Team. Unterstützt wurden die Studenten von etwa 100 Experten aus dem Gesundheitswesen einschließlich der Krankenkassen, der Selbstverwaltung und der sie tragenden Gruppen von Arbeitgebern sowie Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft.

Ausgangspunkt für die Arbeit der Studenten an einem Gesundheitskonzept für die Zukunft waren: demographischer Wandel; Zunahme von Leistungen und Ausgaben des Gesundheitswesens für eine älter werdende Bevölkerung; Abnahme der jüngeren Arbeitnehmer, die die Solidarsysteme der Krankenversicherung finanzieren; Zunahme der Veränderungen in Arbeitsmarkt und Sozialpolitik, die zu Ausfällen bei den Sozialversicherungsbeiträgen führen – z.B. Ausweitung von prekärer Beschäftigung und Niedriglohnsektoren oder Beitragsfreiheit tariflicher und betrieblicher Sozialleistungen.

Die Studenten konnten auch dabei Einblicke und Erfahrungen gewinnen, dass politische Entscheidungsfindung im Aushandeln von Kompromisslösungen zwischen unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Interessen besteht. In drei Kohorten mit jeweils 40 verschiedenen Gruppierungen des gesamten Gesundheitswesens wurden  unterschiedliche Gesundheitskonzepte erarbeitet. Dazu mussten Koalitionen zwischen verschiedenen Gruppen gebildet und Kompromisse in unzähligen Verhandlungsrunden erarbeitet werden. Die Leitung dieser Verhandlungen wurde von den Experten aus den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, der Wissenschaft und der Politik vorgenommen.

Der Jury wurden sechs unterschiedliche Gesundheitskonzepte zur Prämierung vorgelegt. Gemeinsame Grundlage war die gesetzliche solidarische Krankenversicherung aus paritätischen Beiträgen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie die ergänzende private Zusatzversicherung.

Die Jury war ebenfalls aus unterschiedlichen Interessengruppen zusammengesetzt:  Prof. Dr. Jürgen Kluge, Vorstandsvorsitzender der Holding Franz Haniel & Cie. GmbH; Dr. Axel Heinemann, Senior Partner und Geschäftsführer der Boston Consulting Group; Raimund Becker, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit; Peter Clever, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände; Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer, vorm. Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Bemerkenswert ist daher die schnelle und einhellige Einigung auf eines der Gesundheitskonzepte mit der Bezeichnung „Deutschlandversicherung“.

Dieses Gesundheitskonzept basierte auf Vorstellungen einer Gruppe, die die fiktive AOK Niedersachsen repräsentierte und Koalitionen mit den verschiedensten Gruppierungen des Gesundheitswesens und damit insgesamt 400 Studenten durchsetzen konnte. Auch hierbei war Grundlage eine gesetzlich verpflichtende Grundversicherung für alle – finanziert über paritätische Beiträge sowie Steueranteile; Einführung eines Präventionsfonds; Zusatzleistungen können auf privater Basis angeboten werden; Der gesundheitliche Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung soll erhalten und ergänzt sowie über Transparenz und Qualitätssicherung verbessert werden. Empfohlen wird zudem die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte.

Mitglieder der Jury: l. v. m.  Holm Keller (Vizepräsident der Leuphana), Prof. Dr. Jürgen Kluge (Vorstandsvorsitzender der Holding Franz Haniel & Cie. GmbH), Peter Clever (Hauptgeschäftsführer der BDA), r. v. m.. Raimund Becker (Vorstand der Bundesagentur für Arbeit), Dr. Axel Heinemann (Senior Partner und Geschäftsführer der Boston Consulting Group);
Mitglieder der Jury: l. v. m. Holm Keller (Vizepräsident der Leuphana), Prof. Dr. Jürgen Kluge (Vorstandsvorsitzender der Holding Franz Haniel & Cie. GmbH), Peter Clever (Hauptgeschäftsführer der BDA), r. v. m.. Raimund Becker (Vorstand der Bundesagentur für Arbeit), Dr. Axel Heinemann (Senior Partner und Geschäftsführer der Boston Consulting Group);

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