Strategiedebatte der SPD Bayern

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Der Landesvorstand der SPD Bayern hat eine Arbeitsgruppe zur Strategie eingerichtet. Grundlage ist die Entschließung „Jetzt die SPD erneuern“, die vom Landesvorstand am 23.10.2009 in Würzburg verabschiedet wurde. Darin geht es um die
inhaltliche, organisatorische und personelle Erneuerung der SPD.

Als Mitglied im Landesvorstand Bayern der SPD sowie der Arbeitsgruppe Strategie habe ich in einem Schreiben an den Vorsitzenden der SPD Bayern Florian Pronold einige Überlegungen zusammengestellt. Dabei  stütze ich mich auf meine Erfahrungen während des Landtagswahlkampfes, des Europawahlkampfes und des Bundestagswahlkampfes als Direktkandidatin  im Wahlkreis 217-Ingolstadt, Eichstätt, Neuburg/Schrobenhausen- sowie die Wahlen zum Parteivorstand der SPD am 14. November. Nach  überzeugender Nominierung durch den Landesvorstand Bayern hatte ich noch einmal für den PV kandidiert. Natürlich galt auch hierbei- wie für alle Wahlen-  das Risiko des Verlierens, das mich diesmal  getroffen hat.  Dies ist zunächst einmal  kein Anlaß für ein grundsätzliches Schreiben zur Strategiedebatte der SPD Bayern.  Auch das Verlieren von Wahlen gehört zur Demokratie.

 Alllerdings  gab es  auf dem Dresdner Parteitag  Hinweise aus verschiedenen Landesverbänden , dass ich keine ausreichende Unterstützung aus Bayern hätte.   Dies hat mich –  nach meinen Erfahrungen bei den Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen  im Wahlkreis Ingolstadt  im Hinblick auf die unzureichende Unterstützung auch anderer Kandidaten aus den eigenen Reihen– bewogen,  meine Eindrücke weiterzugeben. Damit verbinde ich für unsere Strategiedebatte die Hoffnung, zukünftig  das  auch in politischen Parteien mögliche Mindestmaß an Fairness und Teamgeist  zu erreichen.

Ich bin der Auffassung, dass  eine Erneuerung der SPD Bayern  neben einer glaubwürdigen inhaltlichen Ausrichtung  vordringlich einen Paradigmenwechsel im  personellen Umgang sowie den organisatorischen Rahmenbedingungen  erfordert- vor allem: Entscheidungen bei den Nominierungen für Mandate nach den Auswahlkriterien der Gewinnung von Mitgliedern und Wählerstimmen, Unterstützung der gewählten Mandatsträger  und Kandidaten bei den Wahlen, Stärkung der  kontinuierlichen Arbeit der SPD vor Ort bei der Betreuung und Überzeugung der politischen Konzepte,  Verbesserung der Unterstützung der Ehrenamtlichen durch die Hauptamtlichen, Bildung und Pflege von Netzwerken vor allem mit den Gewerkschaften, den Betriebs- und Personalräten sowie den Sozial- und Wohlfahrtsverbänden.

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