SoVD OV Stadtverband Berlin Ost: Besuch des Geschäftsführers des Job Center Lichtenberg

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Auf Einladung der Vorsitzenden des SoVD OV Stadtverband Berlin Ost, Ursula Engelen-Kefer, erläuterte der Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Lichtenberg, Lutz Neumann, die Arbeitsmarktpolitik für Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit.  Mit etwa 600 Beschäftigten werden 30 000 Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher in 23 000 Bedarfsgemeinschaften betreut und ca. 250 Mio. Euro im Jahr ausgezahlt.

SoVD OV MV Job Center Foto 4In der lebhaften Diskussion wurde vor allem die Versorgung der arbeitssuchenden Menschen mit preiswertem Wohnraum angesprochen. Herr Neumann machte deutlich, dass das Jobcenter Lichtenberg keinesfalls die Strategie pauschaler Ausweisungen von Bezieherinnen und Beziehern von Arbeitslosengeld II aus Wohnungen wegen der Größe verfolge. Selbstverständlich sei die schwierige Lage auf dem Wohnungsmarkt auch in Lichtenberg bekannt. Infolge mangelnden geeigneten kleineren Wohnraumes gebe es vielfach keine Möglichkeit eines Wohnungswechsels. Angesprochen wurden dabei auch die besonderen Schwierigkeiten bei barrierefreiem Wohnraum für Menschen mit Behinderungen. Herr Neumann zeigte großes Verständnis für die besonderen Bedarfe von Menschen mit vielfältigen Behinderungen an teilweise größerem Wohnraum in erreichbarer Entfernung von öffentlichen Verkehrsmitteln und erforderlichen Gesundheits-, Pflege- und Sozialeinrichtungen.

Besondere Bedeutung sehen Neumann und Engelen-Kefer in der Eingliederung langzeitarbeitsloser Menschen in Ausbildung und Arbeit. Dabei trägt das Jobcenter Lichtenberg dazu bei, mehr als 8.000 Menschen im Jahr in sozialversicherungspflichtige Arbeit einzugliedern. Herr Neumann stellte ausführlich dar, mit welch großem Engagement seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle Möglichkeiten ausschöpfen, auch schwer vermittelbare jüngere Menschen zu erreichen. Engelen-Kefer und Neumann begrüßten das neue Teilhabechancengesetz, da es Beschäftigungsmöglichkeiten gerade auch für besonders schwer vermittelbare Personengruppen bietet. Von Seiten des SoVD wurde dabei auf die besondere Problematik schwerbehinderter Menschen hingewiesen, die jetzt im Teilhabechancengesetz zusätzliche Fördermöglichkeiten erhalten. 

Beide Seiten betonten die Nützlichkeit des gegenseitigen Erfahrungsaustausches und vereinbarten, diesen fortzusetzen. Dabei könnte ein nächstes Gespräch im Aktiv-Team des Jobcenters in der Möllendorffstraße  stattfinden, das sich besonders für die Integration in Arbeit von langzeitarbeitslosen Menschen in Lichtenberg engagiert.

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